Die Paramyxovirose gehört zu einer der gefürchtetsten Krankheiten, gegen die man seine Taube lediglich mit einer Impfung schützen kann.Kopfdrehen einer am Paramyxovirus erkrankten Taube

Diese Impfung ist relativ preiswert, deshalb können auch größere Taubenbestände kostengünstig geschützt werden. Die Ansteckung dieser Virusinfektion erfolgt über den Kot und dem Sekret der Lidbindehaut, des Schnabels und der Nase.

Es gibt Tiere, die “nur” Ausscheider sind, ohne Anzeichen einer Erkrankung. Erkrankte Tiere fallen oft durch zentralnervöse Störungen auf, die sich durch Kopfschiefhaltung, Koordinationsprobleme und Kreisdrehen bemerkbar machen. Die Vögel sind meist nicht mehr in der Lage, eigenständig Futter aufzunehmen und verhungern.

Aber auch organische Erkrankungen, die oft ohne äußerlich erkennbare Symptome einhergehen, können zum plötzlichen Tod der Taube führen.Diese Taube leidet durch den Paramyxovirus zusätzlich an einer Nierenentzündung

Ich habe am 14.10.2004 vier an dieser unheilbaren Krankheit leidende Tauben aufgenommen. Zusätzlich hatten sie starken Trichomonadenbefall.

Bis auf eine Taube, waren alle in einer ziemlich guten körperlichen Verfassung und brachten ein Gewicht von 350g-400g auf die Waage, Letztere wog knapp 300g.

Alle wurden gegen Trichomonaden behandelt und kamen in Quarantäne.

Über die Ansteckungsdauer erkrankter Tauben, konnte ich unterschiedliche Angaben ausfindig machen, verlasse mich aber mittlerweile auf die Werte meines Taubenspezialisten, der die Quarantänezeit auf 4-6 Wochen, nach Ausbruch der Krankheit ansetzt. Die Inkubationszeit, nach Ansteckung bis zum Ausbruch, beträgt 3 - 21 Tage.

Ich habe meine erkrankten Tauben mit einem Vitamin B Präparat behandelt und mußte zusätzlich noch beifüttern.

Erschwerend bekamen zwei der vier Tauben eine Nierenentzündung, die ich mit einem Antibiotikum ausheilen konnte.Am Paramyxovirus erkrankte Tauben

Nach einigen Wochen konnte ich im zentralnervösen Bereich eine deutliche Besserung feststellen, was ich auf die Vitamin B Gabe zurückführe.

Das Drehen und die Kopfschieflage trat nur noch in besonderen Stresssituationen auf und die eigenständige Nahrungsaufnahme war weitgehend gegeben.

Für mich war damit ein lebenswerter Gesundheitszustand erreicht und solche Tiere haben sicher ein Recht zu leben.

Im Januar 2005 erkrankte mein Sid schwer an dieser Virusinfektion.

Lest HIER über seinen Krankheitsverlauf.

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