Einen Kropf gibt es in der Funktion beim Menschen nicht.
Es ist eine Ausbuchtung der Speiseröhre, worin sich Nahrungskörnchen sammeln, um dort erstmal zu quellen, und damit später im Magen besser verarbeitet werden zu können.
Der Kropf besteht aus 2 Säcken, wobei sich zunächst der linke, und wenn der voll ist, der rechte füllt.
(Wasser und weiches Futter können auch direkt in den Magen gelangen.)

Nach 1/2 bis 3/4 Stunde beginnt der Weitertransport in den Magen.
(Nach der Zeit kann es bei Unverträglichkeit auch zur entgegengesetzten Beförderung kommen, nämlich durch kräftiges Würgen und Schütteln zum Erbrechen.)

Je nach Beschaffenheit und Menge des Futters bleibt der Kropf unterschiedlich lange voll. Pellets sind sehr schnell im Magen, harte Samen brauchen dazu am längsten. Bei Weizen z. B. variiert der Aufenthalt im Kropf zwischen 3 und 17 Stunden.

Insbes. bei der Handaufzucht oder Zwangsernährung muß die Füllung und Leerung des Kropfes gut kontrolliert werden. Das kann bei sehr jungen Vögeln durch Augenschein, bei älteren besser durch Abtasten geschehen.
Dabei kann man insbes. größere Körner, aber selbst Flüssigkeiten deutlich fühlen.
Das Abtasten geschieht durch leichtes Zusammendrücken des Kropfes, der sich quasi zwischen Hals und Brust befindet.

Kropf eines Gelbscheitelamazonen-Kükens

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kropf eines Gelbscheitelamazonen-Kükens

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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